Es gibt wenige Feste, die so prädestiniert zum Netzwerken sind wie das Münchner Oktoberfest. Denn: Wo sonst hat man die Möglichkeit, zwei Wochen lang von morgens bis abends interessante Menschen zu treffen, neue Kontakte zu machen und sich auf entspannte Art bei Maß und Brezn nicht nur das Du anzubieten sondern auch neue Kunden zu gewinnen, die nächste Kooperation oder die Vertragsverlängerung einzufädeln oder beim gemeinsamen Tanzen auf den Tischen auf kreative Ideen zu kommen?

Um gut vorbereitet zu sein für das bayerische Netzwerk-Feuerwerk – anbei meine ganz persönlichen Oktoberfest-Netzwerktipps aus 15 Jahren Wiesnerfahrung:

1. Umprogrammieren

Auch wenn man die Wiesn nicht mag – als Netzwerker ist sie in München ein Muss. Daher eventuelle Abwehrreaktionen systematisch ignorieren und ab sofort geschmeidig vorfreuen und diese zwei Netzwerkwochen strategisch vorplanen!

2. Das Wichtigste

Das Dirndl / die Lederhosn. Ohne Wiesn-Outfit geht heute niemand mehr auf die Wiesn und daher: auch hier muss man / frau durch. Und da die Wiesn lang ist und die Zeit für Waschen, Bügeln, Reinigung in den zwei Wochen sehr kurz – am besten mehrere Outfits parat und frisch gereinigt vorrätig haben. Und: Die Outfits nicht erst kurz vor knapp vor der Wiesn erstehen – denn da sind die Läden einfach nur voll, sondern am besten so rasch wie möglich bzw. fürs nächste Mal einfach gleich nach der Wiesn für die nächste shoppen gehen!

3. PreWiesndetoxen

Die Wiesn ist anstrengend. Und nicht unbedingt gesundheitsförderlich. Daher am besten vor der Wiesn viel Obst, Gemüse und andere Fitmacher zu sich nehmen, vorschlafen und sich mit Joggen und anderen Ausdauersportarten auf den Wiesnmarathon vorbereiten!

4. Urlaub einreichen

Nach zwei Wochen Wiesn ist selbst der härteste Netzwerker müde. Daher am besten zwei bis drei Urlaubstage für die Wiesnerholung einplanen und das Wellnesshotel reservieren!

5. Wiesneinladungen

Als Businessnetzwerkerin und Leiterin der Unternehmenskommunikation der Serviceplan Gruppe bekomme ich sehr viele Businesseinladungen. Private Wiesneinladungen sage ich daher in der Regel freundlich ab, um mich voll und ganz auf die Businesseinladungen konzentrieren zu können. Und das ist schon anstrengend genug!

6. Wiesneinladungen, die Zweite

Wie kommt man an die richtigen Wiesneinladungen? Leider gibt es da keine Faustregel oder den ultimativen Tipp. Im Laufe der Jahre wurde ich jährlich ansteigend durch meinen Job, aber auch durch mein Netzwerken rund ums Jahr zu immer mehr Veranstaltungen eingeladen. Wem das zu lange dauert: Im Bekannten – und Freundeskreis umhören und als Begleitperson mitkommen – und dann wird man im kommenden Jahr vielleicht persönlich eingeladen? Und warum nicht einmal selber einen Wiesntisch organisieren und Businesskontakte einladen? Mit viel Glück gibt es mittags noch einen Tisch und das ist zumindest ein guter Anfang!

7. Die ultimative Netzwerkwiesn für Damen

Regines Damenwiesn! Wer es in den Olymp der Wiesneinladungen geschafft hat, darf sich auf über 1000 Netzwerkerinnen am ersten Wiesnmontag freuen, die von 12 bis 15 Uhr nichts anderes tun als netzwerken, netzwerken, netzwerken …und ein bisschen sehen und gesehen werden ist natürlich auch dabei .-)

8. Darum

Egal, wie klein die Wiesnhandtasche sein mag: für Visitenkarten muss immer genug Platz sein. Ich habe selten in so kurzer Zeit so viele spannende Menschen wie auf der Wiesn kennengelernt! Und eine Wiesnfreundschaft ist eine Freundschaft fürs Leben…

9. NachWiesn

Nach der Wiesn ist vor der Wiesn. Daher sich bei allen Einladern freundlich bedanken, um auch auf die nächste Wiesn eingeladen zu werden (und weil sich das sowieso gehört!) und sich rasch mit den frisch gewonnen WiesnKontakte auf Xing, Linkedin und den anderen Plattform vernetzen!

Ersterscheinung auf W&V / Netzwerken auf bayrisch: Die Wiesn

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